Expertenmeinung: Die Welt der zwei Geschwindigkeiten

The World in 2050: Studie sagt Europa den Abstieg voraus.

Laut einer aktuellen Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) werden Deutschland und andere europäische Länder im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verlieren. „Die Kraftzentren der Weltwirtschaft verschieben sich auch in Zukunft weiter nach Asien“, sagte Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland. Aktuell ist Europa mit Deutschland (Platz fünf), Frankreich (Platz acht) und dem Vereinigten Königreich (Platz zehn) noch hinter Asien die stärkste Region im Ranking der führenden Volkswirtschaften. Allerdings ändert sich das Bild im Jahr 2050 gravierend.

Klarer Trend: Asien auf der Überholspur.

Im Jahr 2050 werden China, Indien und weitere asiatische Länder endgültig das globale Wirtschaftsleben dominieren. Während die USA sich immerhin noch auf Platz drei wiederfinden wird, rutscht Deutschland ganze 6 Plätze ab und wird dann laut der PwC-Studie nur noch die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt sein – abgehängt beispielsweise von Indonesien, das sich um fünf Positionen auf Platz vier verbessern wird. Gründe hierfür sind, dass Indonesien – wie viele andere Länder Asiens auch – von seiner wachsenden, jungen, gut ausgebildeten und ambitionierten Bevölkerung profitieren und demzufolge dauerhaft wirtschaftlich stark wachsen wird. Ganz anders als viele Länder Europas, die aufgrund sinkender Bevölkerungszahlen und oft gesättigter Märkte an Boden verlieren werden.

Eine bereits 2011 vom Finanzkonzern HSBC veröffentlichte Studie „Die Welt im Jahr 2050“ kommt nahezu zu den gleichen Ergebnissen. Die Studie kommt dabei zu dem Fazit, dass „das rasante Wachstum der Schwellenländer eine tektonische Verschiebung in der Weltwirtschaft bewirkt.“ So werden bis 2050 die Volkswirtschaften, die heute als „emerging“ bezeichnet werden, ihre gesamte Wirtschaftsleistung verfünffachen und damit größer sein als die „entwickelte Welt“. Laut der Studie werden 19 der 30 größten Volkswirtschaften die Schwellenländer von heute sein. Dazu gehören u.a. Indonesien, Türkei, Malaysia und Thailand.

Die neuen Tigerstaaten: ASEAN auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht.

Noch gilt China gemeinhin als Synonym für den Aufstieg Asiens. Im Schatten des „Reichs der Mitte“ wächst allerdings schon länger nahezu unbemerkt eine weitere Wirtschaftssupermacht heran – die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN. Die zehn Mitgliedsstaaten – darunter die Philippinen, Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam –beschlossen 2009, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild zu schaffen. Zollschranken sollen fallen und somit den freien Verkehr für Waren, Dienstleistungen, Investitionen und Kapital ermöglichen. So entsteht ein riesiger Markt mit 600 Millionen Konsumenten  – 100 Millionen mehr als die EU – und zusätzlichem Wachstumspotenzial im dreistelligen Milliardenbereich. Und das pro Jahr, so die Unternehmensberater von McKinsey.

Investitionen „GO EAST“.

„Asien wird der Wachstumsmotor sein. Nicht nur für Asien selbst, sondern für die ganze Welt“, verkündete Prof. Dr. Justin Yifu Lin, der ehemalige Chefökonom und Vizepräsident der Weltbank anlässlich des ThomasLloyd Cleantech Kongress Europa 2014. Für Investoren sind Asien und hier vor allem die Schwellenländer schon seit einiger Zeit die klaren Favoriten unter den Weltmärkten. Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, belegt dies mit aussagekräftigen Zahlen: Im Jahr 2013 wurden insgesamt 426 Milliarden US-Dollar in diesen Markt investiert. Zum Vergleich: Nach Nordamerika und Europa flossen im gleichen Jahr lediglich 250 beziehungsweise 246 Milliarden US-Dollar. Deutlich wird dies auch an Benchmark-Investitionen der deutschen Wirtschaft. Zwei Beispiele: VW baut in Thailand gerade ein neues Werk für die Produktion von bis zu 300.000 Fahrzeugen pro Jahr. Und der Chemiekonzern BASF investiert in der Region in den kommenden fünf Jahren 10 Milliarden US-Dollar.

Asian Development Bank empfiehlt asiatischen Regierungen verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien.

Die Regierungen Asiens stehen vor einem Dilemma: den rasant wachsenden Energiebedarf lang- als auch kurzfristig kostengünstig zu befriedigen und dabei gleichzeitig den Schutz der Umwelt und Lebensumstände der Bevölkerung im Blick zu behalten. Die Lösung dieser Ziele seien die erneuerbaren Energien (EE), so die Asian Development Bank (ADB) in ihrem jüngst erschienenen Report „2014 Annual Evaluation Review”. Die stark fallenden Kosten für Erneuerbare-Energien-Kraftwerke eröffneten den asiatischen Ländern die Chance, den Pfad der fossil erzeugten Energie zu verlassen und gleichzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Investitionen in EE zu forcieren.

Experten sind sich einig: Erneuerbare boomen in Asien.

Der Tenor des Asia Clean Energy Summit in Singapur 2014 lautete: Die Nachfrage nach und die Nutzung von erneuerbaren Energien wird in der Boomregion Asien weiter stark anwachsen. So wies Bernhard Blez, Senior Vice Präsident des französischen Energieversorgungskonzerns GDF Suez, darauf hin, dass in den kommenden zehn Jahren 65 Prozent des weltweiten Zuwachses beim Energieverbrauch auf Asien entfallen werde. Das Ziel der regionalen Regierungen, die Luftqualität zu verbessern, sei ein starker Treiber dafür, die erneuerbaren Energien auf Kosten von Gas und Kohle weiter auszubauen. Gerade auf den Philippinen, so Dr. Bartosz Wojszczyk, Chief Innovation Officer beim größten philippinischen Stromnetzbetreiber Meralco, mit seinen vielen Tausend Inseln, seien angesichts klimawandelbedingter Extremwetterlagen und der notorischen Stromknappheit Wind- und Solarenergie eine ernstzunehmende Option.

Erneuerbare-Energien-Infrastruktur: Asien ist in vielerlei Hinsicht die Nummer 1.

tumblr_inline_nop4cjZsVu1turhs1_1280Wie die World Wind Energy Association (WWEA) berichtet, ist Asien, gemessen an der Windkraftkapazität, inzwischen an Europa vorbeigezogen. 37% aller Windstromkapazitäten befinden sich nun in Asien. Die Dynamik des asiatischen Marktes macht eine Zahl deutlich: Allein 41% der neu zugebauten Windkraftkapazitäten entstanden im ersten Halbjahr 2014 in China. Deutlich bescheidener nehmen sich da die 10% aus, die in Deutschland, immerhin zweitgrößter Markt der Welt, aus. Auch ist China laut dem kürzlich veröffentlichten „Global Renewable Energy Report 2014″ seit 2013 der weltgrößte Photovoltaik-Markt. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Zubau um 232% auf insgesamt 12 Gigawatt. Dem Bericht zufolge ist klar, dass sich der globale PV-Markt weiter von Europa nach Asien verschieben wird. Zum Vergleich: Der Photovoltaik-Zubau ging 2013 in Italien um 55% auf 1,6 GW zurück, in Deutschland sogar um 56,5% auf 3,3 GW. Ein weiterer Beleg für diese Verlagerung sind die Finanzierungsaktivitäten. Der größte Teil aller Solar-Finanzierungen weltweit ging mit 23,56 Milliarden US-Dollar an China. Alle Länder Europas kommen auf eine ebenso hohe Summe, so der Bericht. Generell flossen mit rund 154 Milliarden US-Dollar die Hälfte der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien in die Region Asien/Pazifik, nach Europa, zusammen mit dem nahen Osten und Afrika, ging gerade einmal etwa die Hälfte (78 Mrd. US-Dollar).

Die ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH – das Tor zu Asiens erneuerbarer Energiezukunft.

Als Asienspezialist für Erneuerbare-Energien-Infrastruktur hat ThomasLloyd mit einem Portfolio mit einer aktuellen Gesamtinvestitionshöhe von mehr als 750 Mio. US-Dollar die Weichen dafür gestellt, dass auch europäische Investoren von diesem Wachstumsmarkt profitieren können. Sie werden damit in die Lage versetzt, auf Basis langfristig planbarer und nachhaltiger Rückflüsse aus Infrastrukturprojekten aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase schwache Renditen in ihren Portfolios zu kompensieren.

Die CTI-Beteiligungsgesellschaften des ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH eröffnen Privatanlegern mittelbar den Wachstumsmarkt der Erneuerbare-Energien-Infrastruktur in Asien mit einem seit Jahren erfolgreich umgesetzten Geschäftsmodell. Zudem können auf Basis des ThomasLloyd SICAV-SIF – Cleantech Infrastructure Fund als offenen alternativen Investmentfonds (AIF) maßgeschneiderte Anlagelösungen für (semi-) professionelle Investoren angeboten werden.

ThomasLloyd eröffnet ambitionierten Beratern damit die Chance, ihr Produktportfolio strukturell um eine renditestarke Wachstumskomponente zu erweitern und sich auf diese Weise neue Marktpotenziale zu erschließen.

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